Adipositas SHG Limburg Stammtisch&

OP Methoden

Magenballon

 

Magenballon
Der Magenballon ist ein Ballon, der über die Speiseröhre ohne Operation in den Magen eingeführt werden kann. Wenn sich der Ballon im Magen befindet, wird er mit Wasser oder Luft gefüllt, sodass der Magenballon den Magen weder durch die Speiseröhre noch durch den Dünndarm verlassen kann. Durch den im Magen befindlichen Fremdkörper wird schon nach einer geringen Nahrungsaufnahme der Magen als gefüllt empfunden. Außerdem kann der Magenballon nur maximal sechs Monate im Magen verbleiben.

 

Magenband
Der Hauptvorteil des Magenbandes ist seine praktisch vollständige Reversibilität, das heißt es kann auch wieder entfernt werden. Andererseits kann ein solches körperfremdes Implantat prinzipbedingt zu technischen Problemen führen (Leckagen des Schlauchsystems, Probleme durch Infektionen oder Verwachsungen außen am Magen, Verrutschen, Vormagenerweiterung, Probleme im Bereich des Ports.

Schlauchmagen

 

Schlauchmagen
Die Resektion erfolgt parallel der kleinen Kurvatur. Es kann mit einer 3 bis 4-Trokar-Technik operiert werden. Sie beginnt 4-6 cm vom Pylorus unter Erhalt des Antrums und reicht bis zum His-Winkel, so daß der Fundus komplett mit reseziert wird. Die Verwendung von Kalibrationstuben kann hilfreich sein. Es hat sich bei alleiniger Schlauchmagenbildung (ohne geplante Zweitoperation) ein Durchmesser von 32 French als Standard entwickelt. Bei einem Duodenalswitch empfiehlt M. Gagner immerhin 60 French Durchmesser. Die Verwendung von Klammernahtverstärkungen beschleunigt den Eingriff wesentlich, da keinerlei Blutungen aus den Klammernahtreihen auftreten und somit aufwendige Umstechungen entfallen. Leckagen (Undichtigkeiten) im His-Winkel können sie jedoch nicht vollständig verhindern.

Magenbypass

 

Roux-en-Y-Magenbypass
Der Magenbypass ist eine Technik, bei dem durch eine Verkleinerung des Magens eine Restriktion der Nahrungsaufnahme erzeugt werden soll. Zusätzlich wird auch hier die Darmpassage verkürzt. Man spricht deshalb von einer hauptsächlich auf Restriktion beruhenden Technik mit malabsorptiven Nebenwirkungen. Die Gewichtsreduktion ist wohl bei vielen Patienten schneller und größer als beim Magenband.
Wie bei allen Adipositaschirurgischen-Maßnahmen müssen lebenslang Vitamine, Spurenelemente und Eiweiß zugeführt werden.

BPD

 

BPD - Biliopankreatische Diversion
Die offene Operation erfolgt von Medianschnitt und der laparoskopische Eingriff über 5-6 Trokare, die allesamt im Oberbauch und Mittelbauch platziert werden. Sie werden jedoch etwas weiter kaudal platziert, um die weiter distal liegende Gastroileostomie und das terminale Ileum zu erreichen. Beim BPD wird das Fassungsvermögen des Magens ebenfalls mit Hilfe einer Klammernaht reduziert. Nach Skelettieren der großen Kurvatur wird ein Fenster im Bereich des Omentum majus geschaffen, welches eine treppenfömige Resektion des Magens erlaubt. Das Fassungsvermögen des Magens für die Nahrung beträgt dann maximal 200 – 300  ml. Bei dieser Operation wird eine funktionelle Verkürzung des Dünndarms vorgenommen. Das Jejunum wird etwa 250 cm von seiner Einmündung in den Dickdarm abgetrennt und mit dem Magenpouch anastomosiert. Die Anastomose wird am besten mit fortlaufender Handnaht ausgeführt. Die Verwendung von linearen Klammernahtgeräten ist ebenfalls möglich.

BPD

 

BPD DS - Biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch
Der duodenale Switch (= duodenale Umstellung) basiert auf dem Prinzip der biliopankreatischen Diversion und ist eine Fortentwicklung dieser effektiven Technik. Beim „Duodenal Switch“ ist jedoch der Magenpförtner vorhanden, der ein „Dumping“ (Sturzentleerung von Zucker aus dem Restmagen mit nachfolgender Blutzuckerregulation und Nebeneffekten, wie Übelkeit und Schweißausbruch) verhindert. Der duodenale Switch ist die Weiterentwicklung des BPD. Diese Technik ist dem BPD in ihrer Funktion nicht ganz gleichwertig, besitzt jedoch den Vorteil, dass der Magenpförtner („Pylorus“) erhalten werden kann. Der Schlauchmagen hat ein ein Volumen von etwa 80-120 ml. Die Technik wurde ursprünglich von Tom R. DeMeester zur Behandlung des Gallerefluxes entwickelt. Der Duodenalstumpf wird verschlossen und der Zwölffingerdarm wird mit einem Teil des Dünndarms verbunden. Der sogenannte Common Channel beträgt dabei im Gegensatz zur Bilopankreatischen Diversion n. Scopinaro 100 cm.